Institut Ramon LLull

Sílvia González
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Das Institut Ramon Llull ist ein Konsortium, das aus der Regierung Kataloniens, der Regierung der Balearen und der Stadt Barcelona besteht. Ziel des Instituts Ramon Llull ist, die katalanische Sprache und Kultur im Ausland zu unterstützen.

Catalonia in Venice. AirAriaAire

Kunst.  VENÈCIA, 17/05/2021

Das Ramon Llull Institut präsentiert CATALONIA IN VENICE - AIR/ARIA/AIRE, Evento Collaterale der Biennale Architettura 2021, eine von der Architektin Olga Subirós kuratierte Ausstellung. Das Projekt reflektiert das zentrale Thema der Biennale, "Wie leben wir zusammen?", mit einer Untersuchung der Luft als Gemeinschaftsgut, von dem unser Überleben abhängt. Unter dem Namen Air beleuchtet die Ausstellung die Rolle von Architektur und Urbanismus im Kontext zweier miteinander verbundener globaler Krisen: dem Klimawandel und der Krise der öffentlichen Gesundheit. Das kuratorische Projekt sucht nach Lösungen für diese zusammenhängenden Krisen mit einer Untersuchung der Luftverschmutzung und wie diese Verschmutzung die Menschen direkt betrifft. Die Ausstellung bietet ein Eintauchen in die radikale Erfahrung der Luftverschmutzung mit einer großen multisensorischen Installation.




Catalonia in Venice - air/aria/air hat als Ausgangspunkt die Dringlichkeit der Luftreinheit und die Notwendigkeit einer Veränderung des Stadtmodells. Die Ausstellung basiert auf einer Untersuchung, die eine große Chance aufzeigt, auf lokaler Ebene gegen die Luftverschmutzung in den Städten vorzugehen, mit einer sofortigen positiven Wirkung. Die Forschung verwendet als Fallstudie die Stadt Barcelona, eine der am stärksten verschmutzten Städte Europas, und konzentriert sich auf eine Studie, die mit digitalen Technologien der Big-Data-Analyse durchgeführt wurde, die als grundlegendes Werkzeug zur Förderung der Bürgerbeteiligung und als Anleitung für Architekt*innen bei der Gestaltung von nachhaltigeren, gesünderen und gerechteren Städten betrachtet wird. Das Projekt konzentriert sich auf die Analyse von Big Data im Dienst der Bürgerschaft und stellt Aktionen vor, um die Stadtgestaltung neu zu überdenken, und verteidigt die Bedeutung von offenen Daten.

 

Die Untersuchung der Stadt durch die Anwendung digitaler Technologien zur Analyse von Massendaten, die als unschätzbares Werkzeug für die Befähigung der Bürger*innen und für Architekt*innen, die nachhaltigere, gesündere und gerechtere Städte entwerfen können, gesehen wird. Die Ausstellung konzentriert sich auf die Analyse von Massendaten im Dienst der Bürger*innen und zeigt Maßnahmen auf, die darauf abzielen, die Stadtgestaltung und die Notwendigkeit des Zugangs zu offenen Daten neu zu überdenken. Städte als wichtige Datenproduzenten müssen in der Lage sein, die Souveränität dieser Daten, sowohl der öffentlichen als auch der privaten, zu verteidigen, um sie in den Dienst des Gemeinwohls zu stellen. Sie fordert eine Revision des Konzepts der "Smart City", in der der Einsatz von Technologie nicht die Lösung ist, sondern im Dienst der ständigen Erneuerung des Sozialpakts steht. Das Projekt ist besonders relevant im Zusammenhang mit der Covid-19-Gesundheitskrise. Zahlreiche Studien haben Luftverschmutzung mit einer höheren Inzidenz von Covid-19-Fällen in städtischen Gebieten in Verbindung gebracht, eine Tatsache, die das Recht auf saubere Luft, auf dem dieser Vorschlag basiert, unterstützt. Epidemien waren schon immer eine Gelegenheit, die Einführung von städtebaulichen Maßnahmen zur Verbesserung der Gesundheit in Städten zu beschleunigen. Diese neue Krise der öffentlichen Gesundheit zusammen mit der Luftverschmutzungskrise und der Klimakrise machen neue nachhaltige und gesunde Stadtplanungsmaßnahmen erforderlich, die durch ein interdisziplinäres, kollaboratives und partizipatives datengesteuertes Modell unterstützt werden.

 

Um diese Probleme anzugehen, stützt sich das Projekt auf die Beteiligung des 300.000 Km/s-Teams, eines Architekturbüros, das sich auf die Analyse städtischer Daten für neue urbane Herausforderungen spezialisiert hat, an der Entwicklung von kartografischen Tests, um die Schwachstellen und Auswirkungen der Luftverschmutzung sowie die erforderlichen Maßnahmen zur Änderung des Stadtmodells zu ermitteln. Die Ausstellung präsentiert die Ergebnisse der Arbeit, die für 300.000 Km/s durchgeführt wurde, um neue Karten der Stadt Barcelona und Katalonien zu erstellen, die auf der Analyse von architektonischen, urbanen, atmosphärischen und Gesundheitsdaten basieren. Ein wesentlicher Aspekt der 300.000 km/s-Forschung ist, dass sie unter aktiver Beteiligung von Expert*innen aus der wissenschaftlichen Gemeinschaft und dem öffentlichen Sektor in Katalonien durchgeführt wurde. Die ausgearbeiteten Kartografien für 300. 000 km/s umfassen Daten aus dem Copernicus-Programm der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) sowie numerische Modelle verschiedener öffentlicher und privater Forschungsgruppen in Katalonien, wie z. B.: CALIOPE-Urban, ein vom Barcelona Supercomputing Center (BSC) entwickeltes operationelles Luftqualitätsvorhersagesystem; das Vorhersagemodell der Firma Lobelia; Daten von den Stationen der Xarxa de Vigilància i Previsió de la Contaminació Atmosfèrica de la Generalitat de Catalunya; Daten von IDEA (CSIC) und Studien zu den gesundheitlichen Auswirkungen u. a. vom ISGlobal Institute und der Public Health Agency der Stadtverwaltung von Barcelona.

 

Olga Subirós, die auch die Architektur des Ausstellungsraums konzipiert hat, schlägt eine großformatige immersive Erfahrung vor, die den Besucher*innen auf drei Aspekte der Luftverschmutzung aufmerksam macht: ihre Materialität, ihre scheinbare Unsichtbarkeit und ihre Auswirkungen auf unsere Städte. Eine große audiovisuelle Installation präsentiert die Schwachstellen, Auswirkungen und Möglichkeiten, die sich aus der 300.000 km/s-Forschung ergeben und die Leitlinien für eine nachhaltige und gesunde Stadtplanung liefern. Die Installation erhält eine weitere, vor allem sensorische Dimension durch die Noten einer suggestiven, noch nie dagewesenen Musikkomposition, vorgetragen von Maria Arnal und komponiert mit Oriol Riverola und John Talabot, eine mehrstimmige Arie, die uns die Frage stellt, wem die Luft gehört und wer für ihren Schutz verantwortlich ist.

 

Catalonia in Venice - air/aria/air ist eine Recherche zu neuen Arbeitsmethoden, die es uns erlauben, die Städte, in denen wir leben, auf eine radikal andere Art zu analysieren und die zukünftigen Möglichkeiten für diese Umgebungen zu visualisieren. In diesem Sinne präsentiert sie auch kartografische Beweise mit Daten, die von anderen Akteur*innen wie Architekturstudierenden aus Barcelona und Venedig in den Citizen-Science-Workshops "xAire" von der Open Systems-Universität Barcelona und "VenicAir" von Ideas for Change und IAAC gesammelt wurden. Die Untersuchung wird in einer monographischen Ausgabe der Zeitschrift Quaderns d'Arquitectura i Urbanisme veröffentlicht, die vom Col-legi d'Arquitectes de Catalunya (COAC) herausgegeben wird. Das Institut Ramon Llull und das COAC haben eine Vereinbarung unterzeichnet, so dass die Zeitschrift mit einer nationalen und internationalen Auflage von fast 8.000 Exemplaren die neue Stütze für die wissenschaftliche Verbreitung der von Katalonien in Venedig produzierten Inhalte bei jeder Ausgabe der Architekturbiennale sein wird.

 

Olga Subirós

Sie ist Architektin und Auftraggeberin von Ausstellungsprojekten, die einen ganzheitlichen Ansatz für die Kultur des 21. Jahrhunderts und die weitreichenden Transformationen des digitalen Zeitalters verfolgen. Zusammen mit José Luis de Vicente war sie Co-Kuratorin von "Big Bang Data", einer Ausstellung über die "Datifizierung" der Welt, die unter anderem im Singapore ArtScience Museum und im MIT Museum gezeigt wurde, wobei sie die Inhalte an jeden Ort anpasste und erweiterte. Im Jahr 2016 gewann er den internationalen Wettbewerb für die Ausstellung "Data Square" im EPFL-Art Lab in Lausanne. Sie gestaltete auch die Ausstellung über den kreativen Prozess des Kochs Ferran Adrià und das Restaurant El Bulli, die im Somerset House in London, im Boston Science Museum und in der Telefónica Foundation in Madrid präsentiert wurde. Sie ist auch die Autorin der von Chus Martínez kuratierten Ausstellung "Esteu a punt per a la televisió?" im MACBA und von mehr als einem Dutzend Ausstellungsprojekten im CCCB. Olga Subirós ist Dozentin im Master-Studiengang Daten und Design an der Escola Elisava-Universitat Pompeu Fabra.

 

300.000 Km/s

Es ist ein bahnbrechendes Stadtplanungsstudio in der strategischen Planung, die auf der Verwendung von Makros basiert. Ihre Installationen kombinieren die Analyse und Visualisierung von Daten in Bezug auf Städte, um die Lebensqualität ihrer Bewohner*innen zu verbessern. Sie haben auf der Chicago Architecture Biennial (2019), der Casa Encendida in Madrid (2017), dem Chicago Museum of Modern Art (2014) und dem CCCB (2014) ausgestellt. Gegründet von Mar Santamaría und Pablo Martínez, wurde 300.000 km/s mit dem Premi Catalunya d'Urbanisme Manuel Solà-Morales 2020, dem Premi Nacional d'Urbanisme de la CSCAE 2019 und dem Premi S+T+ARTS de la Comissió Europea 2019 für das Stadtplanungsprojekt Pla d'Usos de Ciutat Vella de Barcelona ausgezeichnet.

 

Maria Arnal

Maria Arnal ist eine katalanische Sängerin und Komponistin. Arnal stützt sich dabei auf die mündliche Überlieferung der iberischen Halbinsel. Sie wolle sich der Tradition aus der Perspektive der freien Kultur im digitalen Zeitalter nähern, so die Künstlerin. Sie hat drei Alben mit der musikalischen Begleitung von Marcel Bagés an der E-Gitarre veröffentlicht: Remescles, acoples i melismas (EP, 2015), Verbena (EP, 2016) und 45 cerebros y 1 corazón (LP, 2017). Gerade hat sie das vierte Album Clamor (LP, 2021) mit Marcel Bagés und der musikalischen Produktion von David Soler und der Zusammenarbeit von Kronos Quartet, Holi Herndon, Morphosis Ensemble und Tarta Relena veröffentlicht, mit großem Publikums- und Kritikererfolg.

 

John Talabot

Oriol Riverola alias John Talabot ist ein DJ, Produzent und elektronischer Musiker aus Barcelona. Er war der erste Produzent nationaler elektronischer Musik, der den Sprung an die internationale Frontlinie schaffte. Sein einhüllendes, nuancenreiches House zog die halbe Welt in seinen Bann, und die andere Hälfte ergab sich endgültig, als er "ƒIN" veröffentlichte, sein bisher einziges Soloalbum, das von The Guardian mit 5 Sternen bewertet wurde.

 

Institut Ramon Llull

Seit 2009 fördert, produziert und organisiert das Institut die Teilnahme Kataloniens an den Collateral Events der Biennale Venedig. Das Institut Ramon Llull ist eine öffentliche Einrichtung, die sich der internationalen Förderung der katalanischen Sprache und Kultur widmet. Das Projekt, das das Llull-Institut auf der Architekturbiennale 2021 präsentiert, wird von einem Expertenkomitee ausgewählt, das jedes Jahr neu besetzt wird. In diesem Jahr wurde das Projekt von Assumpció Puig, COAC degana, mit den Mitgliedern Pau de Solà-Morales, Präsident von ARQUIN-FAD; Pep Quílez, Vizepräsident von AJAC; Pati Núñez und Estel Ortega, Kommissare des Catalan Collateral Event der Biennale Architettura 2018 (nur eine Stimme) und Francesc Serés, Leiter des Bereichs Kreation des Institut Ramon Llull, ausgewählt.

 

Offizielle Website des Projekts: www.air.llull.cat

#CataloniaInVenice

#AirAriaAire

Instagram.com/CataloniaInVenedig

 

 

 

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