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Sílvia González
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Das Institut Ramon Llull ist ein Konsortium, das aus der Regierung Kataloniens, der Regierung der Balearen und der Stadt Barcelona besteht. Ziel des Instituts Ramon Llull ist, die katalanische Sprache und Kultur im Ausland zu unterstützen.

Ars Electronica Garden Barcelona: Unsicherheit und Ökologie

Kunst.  Barcelona,  09/09/2020

Das Institut Ramon Llull, UOC – ISEA Barcelona, BEEP Collection, NewArtFoundation, OFFF Barcelona und Hangar organisieren den Ars Electronica Garden Barcelona. Er ist Teil des offiziellen Programms des Festivals Ars Electronica 2020, das in diesem Jahr auf dezentrale Art und Weise stattfindet, mit Barcelona als einem der Hauptorte.




Ars Electronica landet in Barcelona

Vom 9. bis 13. September präsentiert sich die Ars Electronica 2020 unter dem Titel „Kepler’s Gardens“. Zum ersten Mal wird das Festival zu einer Art digitaler Reise, die Besucher*innen aus aller Welt in verschiedene vernetzte Ökosysteme – nach Linz (Österreich) und in 120 weitere Städte auf der ganzen Welt – führt, in denen neue Allianzen und Formen der Zusammenarbeit möglich sind. Mit lokalen und globalen, realen und virtuellen, physischen und Online-Veranstaltungen präsentiert sich die Ars Electronica erneut als Labor für experimentelle Formen der analogen und digitalen Koexistenz.

Unter dem Motto „Unsicherheit und Ökologie“ präsentiert der Ars Electronica Garden Barcelona ein Programm, das die Vielfalt der Beziehungen und Abhängigkeiten zwischen Kunst, Wissenschaft, Technologie und kritischem Denken offenlegt. So sollen Denk- und Handlungsweisen ermöglicht werden, die mehrdeutige Antworten liefern können. Diese sind nötig, um eine materielle Lebenskultur zu konstituieren und zu festigen, welche die ökologischen und epistemologischen Schäden des Kapitalismus verringert. Die Covid-19-Krise hat uns auch Möglichkeiten zu einer Neukonfiguration eröffnet.

Der Ars Electronica Garden Barcelona entfaltet eine Vielzahl von Aktivitäten und Formaten, darunter Ausstellungen, Live-Aktionen, runde Tische, Konzerte oder Workshops, um Politik mit Kunst, Technologie und Natur in Verbindung zu bringen. Barcelona besitzt ein Netzwerk heterogener Akteure, die theoretische Positionen mit praktischer Arbeit verbinden: verschiedene soziale Gruppen, Kulturproduzenten, Knotenpunkte, Cluster und Zentren für Bildung, die miteinander und mit der ganzen Welt verflochten sind.

Seit den späten 1990er Jahren ist Barcelona wegweisend auf dem Gebiet der digitalen Kunst und in den verschiedenen Ausdrucksformen zeitgenössischer Kreativität, die auf Technologie und Wissenschaft Bezug nehmen. So hat sich eine elektronische und digitale Kunstszene mit internationalem Bezug und Wirkung entwickelt, in der Künstler*innen, Theoretiker*innen, Kurator*innen, Kritiker*innen, Lehrer*innen und Forscher *innen zusammenkommen. In den letzten beiden Jahren war Barcelona bei der Ars Electronica durch die BEEP Collection vertreten, eine katalanische Sammlung mit internationalem Bezug, die exklusiv der elektronischen und digitalen Kunst gewidmet ist. In diesem Jahr beteiligt sich die Stadt mit einem Programm an der Ars Electronica, das den facettenreichen, heterogenen und vernetzten Charakter seiner Szene widerspiegelt und wertschätzt. Unter der Leitung des Instituts Ramon Llull haben sich dafür Vertreter*innen aus den Bereichen Kunst, Wissenschaft und Technologie zusammengeschlossen, um den Reichtum der Szene in Barcelona und Katalonien sowie ihre Besonderheiten vorzustellen.

Der Ars Electronica Garden Barcelona besteht aus:

• einer Ausstellung im Arts Santa Mònica

• einem Zyklus runder Tische im Disseny Hub

• einem Workshop und dem Algorave im Hangar

• einer Reihe von „Taxis“, audiovisuellen Kapseln, die den virtuellen Besuch bei einigen der führenden elektronischen Künstler*innen Kataloniens ermöglichen

 

Konzeptioneller Rahmen: Unsicherheit und Ökologie

In diesen Tagen der globalen Pandemie, einer für unsere Gesellschaft völlig unbekannten Situation, sind „Unsicherheit“ und „Ökologie“ zu Schlüsselwörtern unserer Zeit geworden. Aus diesem Grund bilden sie auch die thematische Klammer für die 41. Ausgabe des Ars Electronica Festivals. Die Begriffe stehen sowohl miteinander als auch mit dem aktuellen Gesundheitsnotstand in Zusammenhang und sind damit zum Damoklesschwert geworden, das unser künftiges Handeln bestimmen sollte. Der Ars Electronica Garden Barcelona möchte deutlich machen, wie vielfältig die Künste, Wissenschaften, Technologien und das Denken den Problemen unserer Gegenwart begegnen, von denen einige noch unbearbeitet und andere wohlbekannt und wiederkehrend sind.

 

Programm

Ars Electronica Garden Barcelona Show

Die Ausstellung kann während des Festivals im Arts Santa Mònica besichtigt werden. Am 18. und 19. September wird sie in die Sonderedition von Sónar+D eingebunden sein, die im Centre de Cultura Contemporània de Barcelona stattfindet.

Die Ausstellung präsentiert die drei jüngsten Erwerbungen der BEEP Collection: Gezeigt werden „Das tangible Bild“ und „The Endless Sandwich“, beide vom bekannten deutschen Künstler und Theoretiker Peter Weibel, Gründer und Direktor des ZKM Zentrum für Kunst und Medien in Karlsruhe. Zudem wird „Vestibular_1“ von Albert Barqué-Duran und Marc Marzenit im Rahmen der Ausstellung seine Premiere haben. Es werden auch drei neue Werke ausgestellt, die dank einiger Stipendien entstanden sind: „New Home of Mind“ von Mónica Rikić, „Doble Consciència“ von Roc Parés Burguès und „Forms“ von Santi Vilanova. Die drei Projekte wurden im Rahmen einer öffentlichen Ausschreibung zur Produktion und Ausstellung vom Institut Ramon Llull, NewArtFoundation und Hangar, in Zusammenarbeit mit der BEEP Collection ausgewählt. Die Ausstellung wurde von den vier genannten Institutionen in Kooperation mit dem Arts Santa Mònica und der ICEC produziert.

Termin: 9. bis 20. September 2020, Di–Sa 11–14 und 16–20 Uhr, So 11–14 und 15–19 Uhr

Format: Ausstellung

Ort: Arts Santa Mònica, La Rambla, 7, Barcelona

Besuch: Keine vorherige Anmeldung erforderlich, Eintritt frei

 

Runde Tische

Alle runden Tische werden in englischer Sprache abgehalten.

Format: Livestreaming und vor Ort

Ort: Disseny Hub Barcelona, Plaça de les Glòries Catalanes, 38, Barcelona

Besuch: Vorherige Anmeldung erforderlich, Eintritt frei

 

Workshop „Push my buttons: Sequence All. Hacking Numeric Keyboards“ mit Kenneth Dow

Workshop darüber, wie man eine Tastatur hackt und sie in einen Step-Sequenzer oder jeden anderen denkbaren Controller für Synthesizer verwandelt. Bei dieser Umwandlung ist kein Bildschirm erforderlich, wodurch eine direkte Verbindung zwischen Tastatur und Sound entsteht. So müssen wir uns ganz auf Gehör und Gedächtnis der Musiker*innen verlassen. Der Schwerpunkt wird auf der Konzeption von musikalischen Schnittstellen und deren

Implementierung in unterschiedliche Hardware liegen. Der Workshop wird in Englisch abgehalten.

Datum: Samstag, 12. September 2020

Zeit: 12–14 Uhr MESZ

Format: Workshop, Livestreaming und vor Ort

Ort: Hangar, c/Emília Coranty, 16, Barcelona

Teilnahme: Vorherige Anmeldung erforderlich, Teilnahme kostenfrei 

 

Algorave

Das festlichste Ereignis des Garden Barcelona ist ein Algorave, ein Computermusikkonzert, das von Toplap Barcelona in Echtzeit programmiert wird. Die Veranstaltung vereint die Improvisation und das Potenzial des Codes in einer Live-Programmiersitzung, die sich auf die Sprachen und Rituale der Tanzfläche bezieht. Während des Schreibens und Lesens des Codes und der Entwicklung der musikalischen Improvisation hört und tanzt das Publikum.

Datum: Donnerstag, 10. September 2020

Zeit: 20–22 Uhr MESZ

Format: Party, Livestreaming und vor Ort

Ort: Disseny Hub Barcelona, Plaça de les Glòries Catalanes, 38, Barcelona

Besuch: Vorherige Anmeldung erforderlich, Eintritt frei 

 

Taxis

Die „Taxis“ sind als audiovisuelle Kapseln auf der Website von Ars Electronica verfügbar. Sie ermöglichen dem Publikum einen virtuellen Besuch in den Studios einiger der wichtigsten Künstler*innen der elektronischen und digitalen Szene Kataloniens. Die Interviews wurden von Antònia Folguera geführt.

Beteiligte Künstler*innen:

• Antoni Muntadas

• Antoni Abad

• Josep Manuel Berenguer

• Marcel·lí Antúnez

• Eugènia Balcells

• Joan Fontcuberta

• Mario Santamaría

• Alba G. Corral

• Playmodes (Eloi Maduell und Santi Vilanova)

 

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